SPÖ Lanzenkirchen

Bürgerinitiative


Viele besorgte Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen den Bau eines Heizwerkes nahe dem Ortszentrum neben Schule, Kindergarten und Wohnsiedlung vorzugehen.
Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, dem Gemeinderat einen Initiativantrag unterzeichnet von 478 wahlberechtigten GemeindebürgerInnen zur Durchführung einer Volksbefragung vorzulegen berichtet der Initiator und Sprecher der Bürgerinitiative Hannes Wallner.

Worüber wir uns konkret Sorgen machen:

  • Der gesamte Wärmebedarf für alle Gebäude beträgt 700 kW. Die Leistung des Heizwerkes liegt zwischen 300 und 400 kW. Der Rest des Wärmebedarfes, also rund die Hälfte, wird weiterhin mit Gas gedeckt. Daher ist zu befürchten, dass in den nächsten Jahren die Anlage laufend erweitert und vergrößert werden muss. Der Platz dafür ist bei einer Grundstücksgröße von 8.000m² ausreichend vorhanden.
  • Es ist mit erhöhter Feinstaubbelastung im Nahbereich der Anlage zu rechnen, da der Wind hauptsächlich in Richtung Schule, Kindergarten und Wohngebiet bläst.
  • Aus Ihrem Schreiben geht hervor, dass der Zulieferverkehr in diesem verkehrstechnisch sensiblen Bereich vor den Betreuungseinrichtungen sich erhöhen wird. Diesbezügliches Zitat aus Ihrem Schreiben: „Die Anlieferung kann über Güterwege erfolgen, muss aber nicht.“
  • Stimmt es, dass sich die Energiekosten für die Gemeinde durch das geplante Heizwerk um 30 bis 40% bzw. noch mehr erhöhen?

    Ihr Argument, dass die neuen Gebäude direkt neben der Trasse der Nahwärmeleitung liegen und daher jetzt alternative Heizmöglichkeiten, wie z.B. eine Wärmepumpe, nicht mehr in Betracht kommen, möchten wir so nicht stehen lassen. Diese Nahwärmeleitung wurde erst nach der Planung des Hauptplatzes verlegt.

    Warum wurden von Beginn weg keine anderen Alterativen, wie z.B. eine Kooperation mit dem Heizwerk in Schwarzau in Erwägung gezogen? Die Leitungen wurden bereits bis zum Kreisverkehr in Haderswörth verlegt und unsere regionalen Erzeuger könnten ihr Hackgut auch dorthin liefern.

    Abschließend möchten wir nochmals betonen, dass wir nicht gegen eine Hackschnitzelanlage sind, sondern nur gegen den von Ihnen geplanten Standort.

    Noch vor einigen Jahren haben Sie selbst, Herr Bürgermeister, einigen besorgten Anrainern versprochen, dass auf diesem Standort weder eine Heizanlage noch ein Lagerplatz für Hackschnitzel errichtet wird.

    Wir ersuchen daher Sie, Herrn Bürgermeister, sowie den Gemeinderat unserem Ansuchen um eine Volksbefragung zum Bau des Heizwerkes an diesem Standort stattzugeben.